KINDERKRAM

Persönliche Gedanken zu Familienthemen

Heute möchte ich mal ein Thema zwischenschieben, das mit Fotografie nichts zu tun hat, sondern das einfach eine schöne Geschichte ist (übrigens nicht bezahlt sondern aus reiner Überzeugung
Und es begann so:
Wart ihr auch schon einmal total begeistert von einem Buch,Lied, oder was auch immer und hättet am liebsten eure ganze Lobhudelei einmal beim Künstler selbst vorgesprochen? Aber wer macht das schon. Da kommt ja ohnehin keine Antwort zurück. Wird das überhaupt erst gelesen, wenn ich schreibe?
Nun, meine Kinder sind verrückt nach der Buchreihe WOODWALKERS von Katja Brandis. Und mit verrückt, meine ich eigentlich fast verschmolzen. Auf dem Schulhof gibt es kein anderes Thema mehr und mittlerweile spielen die Kinder die Bücher nach, obwohl nur meine beiden sie überhaupt kennen. Meine Kinder glauben, sie hätten eine verborgene Tiergestalt und könnten in Gedanken miteinander kommunizieren. Das nenne ich mal Magie des geschriebenen Wortes.
Eines Tages konnte ich nicht mehr anders und schieb dies der Autorin und was glaubt ihr was geschah?

Woodwalkers
Nach einem sehr netten Kontakt, sind meine Kinder nun unglaublich stolze Besitzer zweier Pfoten-Amulette. „Mama, auf der Karte steht sogar mein Name!“ Die Verblüffung war groß, die Freude noch mehr. Am besten gefiel mir aber ein Satz meiner Tochter. „Mama, probier du es kurz, damit ich sicher sein kann, dass es mir noch als Erwachsene passt, denn ich nehme es nie wieder ab.“ Mein Sohn hat sich sogar schon die Erbfolge für sein Schmuckstück überlegt und was ich mit diesem endlosen Text eigentlich sagen will ist DANKE. Danke @Katja Brandis für diese liebe Post und dass Sie geantwortet haben


 

badebild

Osterferien – Gestern hatte ich ein aha-Erlebnis mit meinen Kindern, eigentlich ganz einfach, aber manchmal ist man blind für die naheliegenden Dinge, deshalb möchte ich diese kleine Geschichte aus meinem privaten Leben mit euch teilen und hören was ihr denkt.
Meine Kinder (1. und 2. Klasse) nehmen in den Ferien an einem Intensiv-Schwimmkurs teil, in einem winzigen Bad, das in dieser Zeit nur für die Kinder und ihre Eltern geöfnet ist. Alles ist sehr übersichtlich und somit auch etwas eng und in voll bekleidet ziemlich warm.
Am ersten Tag ging ich mit meinen Beiden in die Umkleidekabine, schleppte ihre Sachen durch die Hitze, drängte mich an anderen Kindern und Elternteilen vorbei und half beim Umziehen und Anreich von Handtuch und Co. Meine Stimmung war aufgrund der Enge und Hitze eher, naja wenig gut gelaunt. Nach dem Schwimmen kamen meine Zwei aus dem Wasser und beide hatten die grandiose Idee ihre Handtücher zuerst auf dem klitschnassen Boden auszubreiten um ihre Fußsohlen zu trockenen, ja genau die Handtücher, die ich eigentlich für Körper und Haare vorgesehen hatte und ich konnte mir ein Gemaule nicht verkneifen. Ich war genervt! Um mich herum das selbe Bild. Meckernde Kinder, die nicht stundenlang von ihren Müttern gekämmt werden wollten, zu langsame Kinder in Dauerermahnung iher Eltern, ob es nicht etwas schneller ginge.
So kam also Tag 2, denn dieser Kurs findet täglich statt. Ich hatte offen gesagt wenig Lust mich ein zweites Mal in dieses Gewühl der Übellaunigkeit zu stürzen, also sprach ich mit meinen Kindern und fragt sie, ob sie sich zutrauen (so als Schüler, die auch das Umziehen im Sportunterricht meistern können) all das Umziehen und Duschen selbst zu meistern.
An diesem Tag saß ich also mit einer Zeitung im Eingangsbereich und wurde von den anderen Eltern seltsam beäugt. Meine Kinder marschierten gut gelaunt und ziemlich aufrecht in den Umkleidebereich und kamen genau so gut gelaunt und stolz, fertig angezogen, gebürstet und (halb) gefönt wieder heraus.
Ein Vater fragt mich, welches denn meine Kinder seien und ich zeigte nur auf meine Beiden, die sich gerade die Haare zuende getrocknet hatten und er nickte mir anerkennend zu. „Wow, tolle Erziehung!“, sagte er, aber ich finde alles was ich gemacht habe ist den Kindern zu ermöglichen selbständig zu sein.
„Fass mir lieber nicht auf den Rücken!“, sagte mein Sohn grinsend. Er hatte versehentlich seine nasse Badehose auf die trockene Kleidung gelegt und das war nun ziemlich ungemütlich unter der Jacke, aber er hatte etwas gelernt und zwar viel eindrucksvoller, als wenn ich ihn in der Kabine ewig ermahnt hätte aufzupassen. Wir lachten und gingen als einziges Grüppchen gut gelaunt davon, während alle anderen nur ihre Kämpfe um Socken, Mützen und nasse Haare austrugen.
Gestern haben wir alle etwas gelernt!

Eure Judy