Ich bin traurig…

Vor einigen Tagen telefonierte ich mit meiner Fotografen Freundin Anastasia Folman (www.af-photography.de) und sie fragte mich, ob ich nicht mal wieder Lust auf ein Fotoprojekt hätte, die Kinder mit mir. Wir hatten vor einiger Zeit schon darüber gesprochen und auch tolle Ideen gesammelt, aber ich sagte ihr dennoch ab. „Ich sehe zu übernächtigt aus, muss erst noch einige Kilos verlieren,“ sagte ich ihr. Ich fühle mich einfach gerade nicht danach, auf der „anderen“ Seite der Kamera zu stehen.

Gestern nun las ich die traurige Nachricht, dass die amerikanische Familienfotografin Jen Burgess Thompson ihrem Krebsleiden mit gerade einmal 37 Jahren erlegen ist. http://vimeo.com/29023856

Jen, hatte ihren Weg im Kampf gegen den Krebs dokumentiert und auf einem Blog geteilt. http://www.amistillagirl.com/

Mich lässt die Geschichte nicht los und ich habe entschieden das Fotoprojekt mit Ana Folman zu realisieren. Was sind schon ein paar Pfund zuviel, oder Augenringe, wenn man nicht weiß, was einem das Leben im nächsten Moment bringen kann. Jens Beispiel zeigt wieder, dass niemand sicher sein kann.

Nun sitze ich hier, draußen ist es dunkel, ich lausche den Klängen wunderschöner Musik. Wenn ich ins Bett gehe, werde ich meine Lieben noch ein wenig mehr küssen und einfach nur dankbar sein, für das was ich habe!

4 Kommentare zu “Ich bin traurig…

  1. Man vergisst den Moment so schnell und glaubt noch ewig Zeit zu haben. Aber letztendlich wissen wir nicht wie viel Sand noch in unserer Sanduhr ist. Ich glaube auch, dass man jeden Tag so leben sollte, als wäre es der letzte und dann ist es wirklich egal mit wie viel Kilo oder ob mit Augenringen oder ohne….Viel Spaß beim Shooting!Liebe Grüße Xeniana

  2. Kürzlich erfuhr von einer 27 Jahren jungen Frau, die an einem Hirntumor erkrankte. Sie zeigte niemals Symptome. Eines Tages verschlechterte sich ihr Zustand innerhalb weniger Stunden radikal, bis sie ins Komma verfiel und drei Tage später starb. Ganz wie Silvia gesagt hat: Was morgen kommt, wissen wir nicht. Auch ich werde Deiner Erkenntnis folgen und dankbar sein, was mir gegeben ist. Solch tragische Schicksalsschläge verschlagen mir die Sprache, motivieren mich aber auch ungemein, mein Leben aktiv, optimistisch, freundlich, neugierig und mit Blick auf das Schöne zu gestalten und zu leben.

    Lieber Gruss,
    chriswell

  3. Liebe Judy! Wir kennen uns nicht persönlich und auf Deine persönichen Worte und Gedanken bin ich durch“ Facebook – gefällt mir“ Bilder gekommen. Als ich jetzt “ Ich bin traurig….“ von Dir laß, wollte ich Dir einfach schreiben und Dich bestätigen darin was Du gerade als Erkenntnis gewonnen hast. Oft ist es doch so, das wir meine etwas anders sein zu müssen um das Eine oder Andere machen zu können. Ich bin zum beispiel auch nicht gerade schlank und scheue mich auch fotografieren zu lassen ….“ Ja, dann wenn ich schlanker bin, dann lasse ich mich bestimmt fotogrefieren !“ Dachte ich immer bei mir. Eines Tages fragte ich mich WARUM. Warum erst wenn ich schlank bin…. warum erst wenn diese oder jene Kritärien erfüllt sind, die ich mir aufgebürtet habe? Jetzt lebt man und Jetzt lebe ich, später …ist ein andermal und wer weiss was später ist ! Das Leben ist zu kurz um alles auf später zu schrieben ;o). In dem Sinne : “ Genieße Dein Leben und genieße jeden Augenblick ; nehme die Gelegenheit wahr wenn sie Dich Dir bietet! alles Liebe von Herzen Silvia

  4. Ja, Dankbarkeit ist der größte Glückmacher – wir haben so viel wofür wir dankbar sein können – manchmal braucht man so einen Stolperstein, um sich daran wieder zu erinnern. Viel Spaß beim shooting.

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